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  • AutorenbildDennis

Die letzte Fahrt der Demeter - Alien auf hoher See

Aktualisiert: 21. Sept. 2023

Die Geschichte rund um den blutsaugenden Grafen aus dem fernen Transylvanien gehört sicherlich zu dem am häufigsten verfilmten Motiv der Filmgeschichte, und dennoch gibt es nur eine Handvoll wirklich guter Umsetzungen des Stoffes, und Vampirfilme scheinen immer Saison zu haben.


"Die letzte Fahrt der Demeter" bedient sich hierbei nicht der gesamten Romanvorlage von Bram Stoker sondern nur bei einem kleinen Teil, um genauer zu sein nur des siebten Kapitels, in dem die Überfahrt der Demeter im Logbuch beschrieben wird. Der Film versucht sich als eine Hommage an Ridley Scott's "Alien" zu verkaufen und startet ausgesprochen vielversprechend. Wir lernen die Crew kennen, und auch den augenscheinlichen Star des Films, Mr. Clemens (Corey Hawkins) welcher unbedingt auf der Demeter anheuern will, um so nach England zurückzukehren.

Doch dem Film geht schon fast ab der ersten Minute auf See die kreative Puste aus, denn leider schafft er es nicht die Charaktere von ihrer Eindimensionalität zu befreien und so fühlen wir nicht mit ihnen und es ist uns relativ gleichgültig was mit ihnen passiert, selbst der kleine Schiffsjunge lässt uns kalt (einzig und allein der Hund namens Huck, tat mir ein wenig leid). Hier und da lässt der Film mal ein paar Details über die Charaktere durchblicken, aber das Ganze reicht leider zu keinem Zeitpunkt aus um die Figuren mit Leben zu füllen. Auch die Demeter als Schauplatz der gesamten Handlung ist leider nur zweckdienlich und erreicht zu keinem Zeitpunkt die beklemmende Atmosphäre einer Nostromo oder der HMS Surprise aus "Master and Commander".



Also was bleibt? Naja dann setzen wir halt auf den Grafen und hoffen das er uns gut unterhält, während wir im dabei zuschauen wie er einen nach dem anderen seines Lebenssaftes beraubt. Aber hier ist leider Langeweile angesagt, denn jeder "Kill" gleicht dem anderen, und Kreativität sucht man hier vergebens.Das Vampirdesign konnte mich allerdings im großen und ganzen überzeugen. Dracula ist irgendwo zwischen Graf Orlok (Nosferatu) und Man-bat (Batman) angesiedelt, was auf den ersten Blick super funktioniert, allerdings nur so lange man ihn nicht von nahem sieht, denn dann offenbaren sich leider die eher mittelmäßigen CGI-Effekte.

Positiv zu erwähnen ist auf jeden Fall der Soundtrack aus der Feder von Bear McCreary welcher die letzte Fahrt der Demeter untermalt und zusammen mit der Beleuchtung der Sets eine schöne gruselige Stimmung schafft. Alles in allem ist "Die letzte Fahrt der Demeter" ein Vampir-Film ohne großen Anspruch, und gerade deshalb bin ich so enttäuscht. Man hätte soviel mehr daraus machen können als einen uninspirierten Vampir-Slasher-Film, denn die Voraussetzungen waren gegeben.





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