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  • AutorenbildDennis

Skinamarink - Was hab ich da geguckt?

Aktualisiert: 19. Okt. 2023




Alpträume... wir alle hatten schon einmal einen. Bevor er Skinamarink drehte, hatte Regisseur Kyle Edward Ball einen Youtube-Channel, auf dem er sich vor allem damit beschäftigte. Um genauer zu sein mit den Albträumen seiner Zuschauer. Der Kurzfilm Heck. welchen er 2020 drehte war quasi der Probelauf für diese Langfassung. Er drehte diesen 100-minütigen Albtraum über einem Zeitraum von sieben Tagen, in seinem Elterhaus in Edmonton, und der Rest ist Geschichte. Der Film fand großen Anklang auf dem Fantasy-Film-Fest und verbreitete sich schnell in den sozialen Medien, nach einem kurzen jedoch sehr lukrativen Kino-Run, welcher bei einem Budget von gerade mal 15.000 USD, ganze 2,1 Millionen USD einspielte, kommt nun die Heimkino-Auswertung. Doch was ist dran am neuen "Found-Footage" Horrorfilm der polasiert wie kein anderer?



Ein Blick auf die Fakten:


● Originaltitel: Skinamarink


● Regie: Kyle Edward Ball


● Darsteller: Lucas Paul, Dali Rose Tetreault, Ross Paul, Jaime Hill


● Erscheinungstermin: 13.10.2023


● Produktionsjahr: 2022


● Produktionsland: Kanada


● FSK: Ab 16 Jahren


● Filmlänge : BD: 100 Minuten / DVD: 96 Minuten


● Tonformat: BD: DTS-HD Master Audio 5.1 / DVD: Dolby Digital 5.1


● Bildformat: BD: 2,39:1 (1080p) / DVD: 2,39:1 (16:9)


● Sprachen: Englisch, Deutsch


● Untertitel: Deutsch


Skinamarink entführt uns in das Jahr 1995, wir folgen der Geschichte der Geschwister, Kevin und Kaylee. Die Beiden wachen eines Nachts auf und können ihren Vater nirgendwo finden, schon bald bemerken sie, dass irgendetwas nicht stimmt. Türen und Fenster verschwinden und tauchen wieder auf, Spielzeug scheint plötzlich an der Decke zu schweben und die Toilette ist auch nicht mehr da, dabei muss Kaylee doch so dringend mal aufs Klo. Aber war da nicht gerade eine Stimme, oder ein Gesicht im Dunkeln?


Skinamarink spielt über seine komplette Laufzeit mit der Vorstellungskraft des Zuschauers, und unseren Ängsten. Denn viel bekommt man nicht zu sehen, der Bildausschnitt zeigt uns niemals die gesamte Handlung, und über allem hängt ein so starkes Filmkorn und Rauschen, dass man meinen könnte man hat es mit einer alten VHS-Kassette zu tun.

Dies wirkt zu Beginn höchst mysteriös und macht Lust auf mehr und man möchte wissen, was als Nächstes passiert. Doch schon nach kurzer Zeit geht dem Film der Drive aus, endlos wirkende Standbilder, auf denen so gut wie nichts zu erkennen ist oder passiert, lassen Skinamarink leider unendlich lang erscheinen.


Ich kann die Idee und den Reiz dahinter durchaus verstehen, doch 100 Minuten sind einfach zu viel des Guten. Als Kurzfilm hätte das Ganze vermutlich sehr gut funktioniert, oder besser gesagt, hat es sehr gut funktioniert, denn der oben erwähnte Heck ist genau das.

Eine Erfahrung ist der Film aber allemal, denn etwas vergleichbares sucht man sicherlich vergeblich, wer also auf "Found-Footage" Horror, à la "Blair-Witch-Project" oder "Paranormal Activity" steht, der sollte Skinamarink eine Chance geben.




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