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  • AutorenbildDennis

The Creator - Terminator 2 trifft auf Apocalypse Now

Aktualisiert: 5. Okt. 2023


Eine Welt in der wir einen Krieg gegen die von uns geschaffene KI führen, klang zu Zeiten von „Terminator 2“ und „Matrix“ noch wie ferne Zukunftsmusik. Doch im Jahre 2023, erscheint das ganze sehr viel warscheinlicher und „The Creator“ trifft in dieser Hinsicht, genau den Puls der Zeit. Der Film ist ein wahres Fest für die Sinne und zeigt das auch mit einen „kleinen“ Budget von 80 Millionen, einiges auf die Leinwand gezaubert werden kann. „The Creator“ ist auf jeden Fall der audiovisuell ansprechendste Blockbuster dieses Jahres.


Aber wie sieht es mit dem Rest aus? „The Creator“ spielt in einer geteilten Welt, auf der einen Seite haben wir den „Westen“ welcher jegliche KI verboten hat, nachdem diese einen Atomsprengkopf inmitten von Los Angeles gezündet haben.

Auf der anderen Seite haben wir New Asia, ein Zusammenschluss von Nationen, welche die KI als die nächste Evolutionsstufe des Menschen ansehen und versuchen in Harmonie mit ihnen zu leben.

Doch das können die westlichen Streitkräfte natürlich nicht auf sich sitzen lassen, denn es könnte ja ein zweites Los Angeles geben und so haben sie es sich zum Ziel gesetzt, jegliche Formen der KI und vor allem ihren Erschaffer Nirmata auszulöschen.

Wir folgen der Geschichte des Undercoveragenten Joshua, welcher bei den Robotersympathisanten eingeschleust wurde, um Nirmata aufzuspüren.


Das Ganze verläuft natürlich nicht nach Plan, denn er verliebt sich in die hübsche Maya. Die zwei heiraten und erwarten nun ein Kind. Eigentlich könnte sein Leben nicht viel besser sein, aber da hat die Army noch ein Wörtchen mitzureden. Die scheinen nun ohne Joshua den Aufenthaltsort von Nirmata in Erfahrung gebracht zu haben und halten es für eine kluge Idee, zusammen mit ihrem „Todesstern“ der Nomad, Joshuas Liebesnest zu stürmen. Dabei geht so ziemlich alles schief, Joshuas Tarnung fliegt auf und Maya wird beim Fluchtversuch atomarisiert. 5 Jahre später arbeitet Joshua nun am Groundzero in L.A. doch sein alter Arbeitgeber ist scheinbar noch nicht fertig mit ihm. Nirmata hat anscheinend eine ultimative Waffe erschaffen, um den gesamten Westen auszulöschen. Da Joshua das Zielgebiet in dem das Labor liegt genau kennt, wird er mit verschwommenen Videoaufnahmen seiner scheinbar doch nicht ganz so toten Maya zurück ins Spiel gelockt. Aber wie sich das für die dilettantischen US Army Streitkräfte gehört, geht auch diese Operation wieder nach hinten los und die Waffe stellt sich als Simulant (Roboter mit menschlichem Körper) in Form eines kleinen Mädchens heraus. Joshua ist von dem Vorhaben getrieben Maya zu finden und so nimmt er die „Waffe“ an sich, da er glaubt, dass diese ihn zu Maya führen kann.


Die Handlung versucht die Beziehung zwischen den beiden in den Vordergrund zu rücken und Joshua von seiner Anti-KI Haltung abzubringen. Leider stimmt die Chemie zwischen den zweien nicht wirklich und sein Sinneswandel kommt wie aus dem nichts. Der Film lahmt leider auch ein wenig im Mittelteil, hier passiert zu viel belangloses und zu wenig um die Story und die Charaktere nach Vorne zu bringen. Der fast durchweg sehr ernste und ungeschönte Blick auf die Schrecken eines solchen Krieges erinnerte in seiner Machart eher an Filme wie Full Metal Jacket oder Apocalypse  Now und weniger an übliche Sommerblockbuster, dies hatte für mich zur Folge das keiner der Gags des Film bei mir zündete. Am Ende kommen dann aber auch Fans gerade dieser Sommerblockbuster auf ihre Kosten, denn hier kreiert Gareth Edwards, wie es scheint seine ganz eigene „Zerstörung des Todessterns“.

The Creator ist ein Film der über viele Stellen hinweg sehr zu gefallen weiß doch wird er durch sein eigenes Erzähltempo stark ausgebremst, verwöhnt uns aber über 133 Minuten mit herausragendem Eye- und Earcandy und ist jedem Fan von Science-Fiction-Filmen zu empfehlen, man darf allerdings nicht Zuviel erwarten, denn an seine großen Vorbilder reicht er, leider zu keiner Zeit heran.






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